Evolution, Ernährung, Verantwortung – Wie unser Essverhalten Gesundheit und Zukunft prägt
Shownotes
In dieser Episode geht es um Ernährung als Schlüssel zur Gesundheit – von Steinzeit-Ernährung bis zur heutigen Überflussgesellschaft.
🕒 Kapitel & Zeitmarken: ⏱ 00:00:55 – „Sie sind Zahnarzt und Anthropologe – wie kam es zu dieser Kombination?“ ⏱ 00:03:34 – „Warum leiden wir heute an Zivilisationskrankheiten?“ ⏱ 00:07:06 – „Welche Rolle spielt die Ernährung bei diesen Krankheiten?“ ⏱ 00:12:00 – „Welche Fehlentwicklungen hat die Industrialisierung gebracht?“ ⏱ 00:17:42 – „Was müssten Menschen ändern, um wieder gesund zu essen?“ ⏱ 00:22:02 – „Welche 5 Dinge sollte man sofort umstellen?“ ⏱ 00:26:02 – „Was sollten wir trinken – und was vermeiden?“ ⏱ 00:46:00 – „Welche 5 Lebensmittel würden Sie sofort streichen?“
💡 Wichtigste Learnings: ✅ Zivilisationskrankheiten sind eng mit Industrialisierung und Ernährung verbunden. ✅ Milch & Rindfleisch bergen Risiken – helles Fleisch, Fisch und Pflanzen sind gesünder. ✅ Zucker und Fertigprodukte sind die größten Alltagsfallen. ✅ Ballaststoffe & natürliche Lebensmittel stärken Mikrobiom und Gesundheit.
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Transkript anzeigen
00:00:01: DPU Podcast.
00:00:03: Dentistry und Medicine innovativ denken.
00:00:09: Herzlich willkommen.
00:00:11: Mein Name ist Nick Pichler und als Host des DPU Podcasts spreche ich mit renommiertesten Expertinnen und Experten zum Thema Gesundheit für Körper, Geist und Seele.
00:00:21: Heute habe ich einen der renommiertesten Experten zum Thema oraler Gesundheit und Ernährung eingeladen.
00:00:26: Universitätsprofessor Dr.
00:00:28: Kurt Alt.
00:00:29: Er ist Zahnarzt und Anthropologe und unterrichtet an der New Private University.
00:00:34: Lieber Herr Prof.
00:00:35: Alt, herzlich willkommen.
00:00:37: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:40: Das ist ein Thema, für das ich persönlich sehr bremne, dieses Ernährungsthema.
00:00:43: Deswegen haben wir ja schon im Vorgespräch wirklich ganz, ganz, ganz interessanten Austausche erlebt.
00:00:49: Also für mich ist jetzt mal am Anfang ganz wichtig zu klären, eine Kombination.
00:00:55: Sie sind Zahnarzt und Anthropologe.
00:00:57: Wie kam es denn dazu bitte?
00:01:00: Ja, das ist eine ungewöhnliche Kombination, die man auch nicht studieren kann.
00:01:06: Der Berufswunsch Zahnarzt oder Chirurg war sehr früh bei mir.
00:01:11: Und ich habe mich dann für die Zahmedizin entschieden, weil ich gerne was mit den Händen gemacht habe.
00:01:16: Und mein Interesse war aber immer schon für die Archäologie.
00:01:20: Und als ich dann fertig war mit dem Studium, habe meine Assistenz seit hinterm ich gebracht.
00:01:28: und hat mich dann niedergelassen in der eigenen Praxis.
00:01:31: Habe ich für mich beschlossen, mich nochmal einzuschreiben an der Universität.
00:01:35: Das war dann in Freiburg, studiert habe ich in Berlin.
00:01:39: Und für Archäologie, und später dann auch für Ethnologie, habe dann auch Ethnomedizin gemacht.
00:01:47: Und Anthropologie.
00:01:48: Anthropologie kam erst zuletzt, weil der Archäologe per Seejern nicht nach Bestattung gräbt, sondern er gräbt nach den Hinterlassenschaften, die unsere Vorfahren hinterlassen haben.
00:01:59: Und dann war ich natürlich auch auf Ausgrabungen.
00:02:02: Und dann kommen natürlich Knochen zutage.
00:02:04: Ja, und dann die Kombination quasi Medizin und Archäologie bzw.
00:02:09: Anthropologie, die war dann ziemlich einmalig.
00:02:11: Es gab einen einzigen Kollegen in Deutschland, der sowas gemacht hat.
00:02:15: Und dann habe ich mich da entschieden, bin jetzt kalter Wasser gesprungen, habe tatsächlich die Praxis nach fünf Jahren aufgegeben.
00:02:21: Und ja, nun habe dann auch einer der ganz selten Professuren bekommen und habe dann fünfzehn Jahre in Mainz in der biologischen Fakultät eben in diesem Fach Anthropologie gearbeitet.
00:02:32: Also zahnt das seine Vernunftentscheidung am Anfang und danach wirklich eine Passionsentscheidung der Anthropologie.
00:02:37: Und diese Kombination können Sie ja heute an der Daniel Private University?
00:02:40: Ja, das ist ein großer Glücksfall, das
00:02:42: ausleben.
00:02:43: Das
00:02:44: gab es eigentlich woanders nicht.
00:02:45: Deshalb sage ich auch immer back to the roots.
00:02:50: Ich konnte die Familie Wagner begeistern für das, was ich mache.
00:02:54: Es gab auch Kollegen, die mich da quasi angeführt haben und gesagt haben, der wär was für die DPU.
00:03:00: Die DPU geht ja viele Wege, die andere Universitäten nicht beschreiben.
00:03:05: Und ich hab dort das riesen Glück gehabt und bin ja jetzt auch schon seit Jahrzehnteilf dort, seit Jahrzehnteilf, das ist eine ganze Menge.
00:03:17: Wir merken das ja auch an unseren Alumni, die wir inzwischen noch haben.
00:03:21: Ja, im Jahr zwei tausendneun hat die Uni quasi begonnen.
00:03:26: Sie erinnern sich an mich an, erinnern sie sich immer, weil das das Besondere war, was irgendwie an der DPU gelehrt wird.
00:03:34: Sie beschäftigen sich evolutionsbiologisch mit Fragen nach unserer Herkunft.
00:03:38: Wie und warum wir krank werden.
00:03:41: Ja.
00:03:41: Und viele Menschen heute an sogenannten Zivilisationskrankheiten leiden.
00:03:46: Was können Sie uns dazu sagen?
00:03:49: Ja, also es gibt zwei Dinge, damit die Menschheit nicht ausstirbt.
00:03:53: Wir brauchen immer etwas zu essen und zu trinken und wir müssen uns fortpflanzen.
00:03:58: Und das ist elementar, also das Elementar fürs Leben.
00:04:01: Also wenn das nicht mehr funktioniert und es sieht gerade nicht so gut aus, wenn man sich das betrachtet, wenn wir so weiter leben wie bisher.
00:04:10: dann funktioniert das Ganze.
00:04:12: Gott sei Dank ist es so, dass viele Menschen inzwischen halt wach geworden sind.
00:04:18: Auch durch die Medien.
00:04:19: Es wird sehr viel über Ernährung gesprochen.
00:04:22: Und insofern besteht Hoffnung.
00:04:26: Und die Hoffnung besteht auch für diejenigen, die schon älter sind, wenn sie erleben, halt ändern.
00:04:32: Und diese Bereitschaft muss da sein.
00:04:35: In früheren Zeiten sind die Leute gestorben an Infektionskrankheiten.
00:04:40: Das gilt eigentlich so bis ungefähr eighteenhundert, dann kommt die Industrialisierung und wir, das ist so.
00:04:48: der zweite radikale Einschnitt, auf den ersten gehen wir noch später ein, ist der zweite radikale Einschnitt, der unser Leben komplett verändert.
00:04:57: Und seitdem entwickeln wir so etwas wie Zivilisationskrankheiten.
00:05:05: Dazu gehören eine ganze Menge an verschiedenen Erkrankungen.
00:05:09: Und die sind auch von der WHO definiert.
00:05:12: Welche Wernis
00:05:13: zum Beispiel?
00:05:13: Das muss man fühlen.
00:05:16: Das sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
00:05:18: Also die WHO.
00:05:20: Die WHO hat das mehrfach für die Weltbevölkerung quasi aufgestellt.
00:05:28: Seit dem Jahr zwei Tausend Elf.
00:05:29: jetzt zählen dazu vier Erkrankungen.
00:05:32: Das sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
00:05:34: Diabetes, Krebs und respirative Erkrankungen.
00:05:40: Also alles, was mit unserer schlechten Luft zusammenhängt.
00:05:44: Dazu kamen den, die Neurodegenerativen Erkrankungen, die sind relativ neu, als ich Kind war, also Alzheimer zum Beispiel.
00:05:58: Das wäre so eine neurodegenerative Erkrankung.
00:06:00: Als ich Kind war, war das völlig unbekannt so.
00:06:04: Wir hatten zwar einen Nachbarn, da war immer irgendwie, der war gar nicht so alt, aber der war, der zeigte so Symptome, wie man sie heute kennt.
00:06:12: Beispielsweise hatte er oft sein Haus nicht mehr gefunden, wenn er spazieren war und so.
00:06:15: Also ich war relativ früh als Kind mit so einer, mit so etwas konfrontiert.
00:06:20: Aber niemand hat das Wort damals in den Mund genommen.
00:06:24: Und ... Also, das ist zwar notwendig, dass das geschehen ist auch von der WHO.
00:06:33: Und dann, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr ... die oralen Erkrankungen nimmt, ... ... dann ist es so, dass weltweit ... ... über drei Milliarden Menschen ... ... an Karre so ein Paratantopathet rein.
00:07:06: Welche Rolle spielt eigentlich ... ... die Ernährung bei den Krankheiten?
00:07:10: Ja, die Ernährung spielt ... ... spielt die Hauptrolle.
00:07:14: Also die Ernährung ist ... ... ist elementar für uns, ... ... wenn wir gesund bleiben wollen.
00:07:23: Wir kriegen ... Wir kriegen am Anfang unseres Lebens halt die Muttermilch, die für uns sehr wichtig ist, immunologisch gesehen und eben, dass wir uns gut entwickeln.
00:07:39: Das war eine Zeit lang, beispielsweise nicht optimal, in der frühen Nordzeit, als die Kindersterblichkeit besonders groß war.
00:07:52: und auch eben viele Mütter nicht überlebt haben und dann die Weisen erneut werden müssen.
00:07:58: Und man hat früher versucht, dann als Ersatzmilch für die Muttermilch, dann Kuhmilch zu verwenden.
00:08:06: Damit die Kinder gedeihen, aber das war oft eine Fehlentschadung, weil die Kuhmilch ist viel zu fett und die Kinder sind dann teilweise auch gestorben, weil sie mit Kuhmilch ernährt wurden.
00:08:18: Oder es ging ihnen sehr schlecht und viele sind dann auch verstorben.
00:08:21: Man ist dann umgestiegen, als man das gemerkt hat auf Ziegenmilch.
00:08:25: Die Ziegenmilch ist der Muttermilch am ähnlichsten.
00:08:28: Und ich kann mich gut erinnern, ich habe auch über Kinderinnährung einiges publiziert.
00:08:33: Und es gibt in Deutschland eine Liga für die Ziegenmilch, irgendwie die wollten mich dann auch gleich als Mitglied haben.
00:08:41: Und diese Findelhäuser, die es gab, wo die Kinder, die keine Eltern mehr hatten, aufgenommen wurden, die hatten tatsächlich auch diese Ziegen selbst im Keller gehalten oder im Stahl gehalten und haben dann so ihre Kinder dann irgendwie mit dieser Ziegenmilch.
00:09:00: ... durchgekriegt.
00:09:01: Ich selbst darf sagen ... ... dass ich ... ... was Milch betrifft ... ... eigentlich nur die Zige- und Schafreferiere ... ... und eigentlich von der Kuhmilch ... ... keine Kuhmilch mehr trinke.
00:09:16: Was ist das Schlecht an der Kuhmilch?
00:09:18: Sie steht im Verdacht ... ... also nicht die Kuhmilch an sich, sondern ... ... die Milch von eurasischen Kühen.
00:09:25: Also die in ... ... Europa und Asien ... ... domestiziert wurden.
00:09:30: dass sie Krebs und einige andere wichtige Erkrankungen heute halt provozieren.
00:09:36: Ah, warum?
00:09:37: Es ist ein extrazellulärer Virus, den wir sozusagen dann mit Milch und dem roten Fleisch dieser Tiere zu uns nehmen.
00:09:45: Es gilt nicht für das Schwein, es gilt auch nicht für Schaf und Zige, aber eben für die Kuh.
00:09:48: Auch für das Fleisch der Kuh.
00:09:50: Also Rindfleisch per See hat
00:09:52: auch diese Wirkung.
00:09:52: Vielleicht eine ganz kurze Geschichte dazu, die das Sattelfest macht.
00:09:59: Japan und Korea haben früher genügend eigenes Fleisch gehabt und haben dann ungefähr in den neunzehnachtiger Jahre angefangen, europäisches Rennfleisch zu importieren.
00:10:12: Und die Raten von Darmkrebs, die waren sehr gering, bevor diese Importe kamen.
00:10:20: Und die sind seitdem eben in die Höhe geschossen.
00:10:24: Und wenn man jetzt zum Beispiel die Inder nimmt, die gar kein Rennfleisch essen, die haben quasi eine extrem niedrige Darmtrebsrate, die liegt bei fünf Prozent.
00:10:32: Und bei uns jetzt in den westlichen Industrienationen dürfte es um die fünfzig Prozent sein.
00:10:39: Fünfzig Prozent, das heißt jeder Zweite?
00:10:41: Jeder Zweite, ja.
00:10:43: Wahnsinn.
00:10:44: Gut, wir sind heute in der Medizin soweit.
00:10:47: Wir haben die Vorsorgeuntersuchungen und es ist vieles heilbar.
00:10:51: Aber man muss diese Vorsorgeuntersuchung natürlich auch wahrnehmen.
00:10:55: Das bedeutet Käse, Milch und das Fleisch?
00:10:58: Nein, nicht ganz so.
00:11:03: Einer unserer Nobelpreisträger für Immunologie in Heidelberg, leider jetzt vor kurzem verstorben, der hat ja viele Vorträge gehalten und war viel in der Öffentlichkeit.
00:11:13: Und er hat immer wieder betont, wenn wir ihn in Menschen angesprochen haben in Vorträgen, wie sie sich schützen können, hat er gesagt, es ist zu spät.
00:11:21: Wir sind, wenn wir geboren wurden und nicht vom ersten Tag an irgendwie aufgepasst wird, dann haben wir diesen Virus in uns.
00:11:31: Also wir können auch mit diesem Virus leben.
00:11:35: Nicht jeder stirbt an diesem Virus, aber die Wahrscheinlichkeit ist gegeben.
00:11:43: Es gibt ja auch Menschen, die rauchen und die niemals an Nungenkrebs kranken und andere, die niemals in ihrem Leben geraucht haben und eben Nungenkrebs bekommen.
00:11:53: Also die Medizin ist nicht so einfach und nicht immer so logisch.
00:11:57: Wenn wir jetzt auf diese Fehlernährungen, wie ich sie jetzt mal so nenne, das sind ja nicht nur diese, sondern es gibt ja verschiedenste Formen.
00:12:03: Was sind so die schlechtesten Trends, sagen wir so in der letzten zwei Hundert Jahre, wo die Industrialisierung eingesetzt hat, die uns sozusagen gesundheitlich wirklich zu schaffen machen?
00:12:14: Das ist einfach, dass wir keine natürliche Nahrung mehr zu uns nehmen.
00:12:18: Also früher gab es eigentlich nur den Alpengarten.
00:12:22: Also wenn man etwas zu essen haben wollte, musste man etwas anpflanzen.
00:12:26: Und es gab die Märkte.
00:12:28: aber nur in größeren Gemeinden, gab es so Wochenmärkte oder einmal im Monat, da hat man dann auch Dinge tauschen können, aber ansonsten war es der eigene Garten.
00:12:37: Und wir dürfen uns auch nicht vorstellen, dass das in irgendeiner Weise vergleichbar war mit heute.
00:12:44: Also bis ungefähr um eighteenhundert zu Beginn der Industrialisierung haben wir im Prinzip Getreide gehabt.
00:12:54: Von dem Getreide wurde Brot hergestellt.
00:12:57: Dann hatten wir Eintöpfe, auch aus dieser Grütze, die man aus dem Getreide gemacht hat.
00:13:03: Dann gab es Eintöpfe, Suppen, dicke Suppen und gelegentlich das Ganze dann einfach mit Fleisch aufgefüllt, aber ganz selten.
00:13:11: Vielleicht einmal die Woche maximal, vielleicht sogar nur einmal im Monat, weil Tiere konnten sich viele auch nicht leisten.
00:13:19: Die hatten vielleicht einen Huhn, das sollte aber Eier geben oder eine Kuh, die sollte Milch geben.
00:13:24: Also das war nicht so einfach.
00:13:25: Und dann mit der Industrialisierung strömen Zehntausende in die Städte, die mussten ernährt werden.
00:13:31: Das heißt, man ist sehr schnell auf den Trichter gekommen, dass man dann die Nahrung irgendwie verpacken muss in Dosen, die musste, die wurde dann industriell hergestellt.
00:13:41: Und ich habe im März einen Vortrag gehalten.
00:13:48: und bin auch auf diese Dinge dort eingegangen.
00:13:51: Da ging es ums Mikrobiom, auf das kommen wir wahrscheinlich auch noch zum Sprechen.
00:13:55: Und da habe ich gezeigt, Chicago zu dieser Zeit, im frühen Jahrhundert, riesige Schlachthöfe, mehrere Fußballfelder groß, und da waren die Tiere drin.
00:14:10: Die sind dann quasi getötet worden, kamen aufs Fließband, sind dann quasi rein in die Hallen.
00:14:14: wurden dort geschlachtet und dann kamen die Indosen.
00:14:17: Und so, das war so der Beginn der Ernährung.
00:14:24: Die Menschen hatten auch, sie haben nicht wie wir heute, fünf Tage oder vier Tage Woche, die vielleicht kommt, sondern die haben sieben Tage die Woche gearbeitet, selbst die älteren Kindern mussten schon arbeiten.
00:14:36: Ich habe das auch gesehen.
00:14:37: selbst, finde ich, unterwegs bin irgendwo in England Kohlebergwerke, immer Kinder dabei, die auch unter Tage waren, oft auch viele, viele, viele Stunden.
00:14:46: Und es war ein hartes Leben.
00:14:50: Aber ... Es gab aber noch keinen Zucker, der kam dann auch erst, das ist auch noch eine wichtige, etwas, was unter dem wir heute leiden, weil überall Zucker drin ist, man sieht es aber nicht, ein Liter Cola, irgendwie, dreißig Stück Zucker drin oder ... alles irgendwie versteckt, diese Obstsäfte irgendwie, von denen wir nicht kontrollieren können, was da drin ist.
00:15:15: Also man muss da sehr vorsichtig sein.
00:15:18: Ich glaube bei Obstsäften vergisst man ja auch immer.
00:15:20: Man glaubt, das ist so gesund das Ganze.
00:15:22: Aber natürlich ist es Fruchtsucker.
00:15:24: Es ist Fruchtsucker.
00:15:25: Zu viel.
00:15:27: Ein Glas, zwei Gläser am Tag irgendwie verdünnt mit Wasser, überhaupt kein Problem.
00:15:31: Aber wenn ich anfange, ein oder zwei Liter Fruchtsaft am Tag zu trinken, wird es ruiniere ich meine Leber.
00:15:38: Aber im Prinzip, wenn wir uns das gewundert anschauen von zahlreichen Menschen, so eine Plastikflasche von irgendeiner Limo, also kombiniert Zucker mit Plastik ist dann sowieso der Worst Case, oder?
00:15:50: Das ist wirklich ...
00:15:53: Nehmen wir das Plastik, indem wir das trinken auch auf, löst sich das oder wie kann ich mir das vorstellen als Leih?
00:15:59: Das Problem ist, dass das Plastik inzwischen überall ist.
00:16:02: Wir können Wasser kaufen in Glasflaschen.
00:16:06: Und eine Kollegin von mir hat das kürzlich analysiert und auch schon publiziert.
00:16:11: Und selbst das Wasser, was dann in die Glasfläche kommt, das ist schon durch Plastikflaschen.
00:16:17: Und wie kommt der Plastik rein?
00:16:18: Durch die Umwelt, oder wie?
00:16:19: Das kommt durch die Umwelt, klar.
00:16:22: Plastik ist überall.
00:16:24: Das haben Sie an der DPU, glaube ich, nicht.
00:16:25: Plastikflaschen gibt es an der DPU nicht.
00:16:27: Die gibt es nicht und die gab es auch noch nie.
00:16:31: Und ich bin sehr erfreut, ich fahre sehr viel Bahn.
00:16:35: Und bin sehr froh, dass die, ich weiß jetzt nicht, Knaps in Österreich auch schon ist, aber auf jeden Fall die Deutsche Bahn hat komplett umgestellt auf Glasflaschen.
00:16:47: Was wäre jetzt dann genau das Gegenteil?
00:16:49: Wir wissen jetzt, was da, glaube ich, massiv falsch läuft.
00:16:52: Also gerade dieser übermäßige Fleisch und Wurst und was wir sich was konsummen.
00:16:56: Wenig, sozusagen, dann Gemüse und wertvolle Stoffe.
00:17:02: Urgetreide oder so irgendwas.
00:17:04: Was müssten die Menschen damit praktisch verändern, wieder eine gesunde Nährung zu sich nehmen?
00:17:12: Also die gesündeste Ernährung, die wir jemals zu uns genommen haben, das war in der Zeit als Jäger und Sammler.
00:17:16: Und das gilt ungefähr bis zu zwölf tausend Jahre.
00:17:21: Das Bild, das wir in der Schule bekommen von der Vergangenheit, die so weit zurückgeht, das ist immer vielleicht betont.
00:17:27: Also das zeigt halt einfach Mammutjagd und so weiter, riesige Tiere, wo man denkt, ja, zu viele Menschen gab es ja gar nicht die dieses Fleisch essen können und das ist völlig falsch.
00:17:38: Es gab zwar diese Jagd, es gab auch schon Vorratswirtschaft, nicht so wie heute haltbar gemacht, also auch haltbar gemacht, aber ganz anders, geräuchert oder ähnlich.
00:17:50: Also auch Kraut wie Sauerkraut usw.
00:17:53: fermentiert, das ist ganz wichtig, ist auch heute noch so.
00:17:56: fermentierte Lebensmittel sind wunderbar für uns.
00:18:00: Da sind Ballaststoffe drin.
00:18:02: Das ist so eines dieser Hauptprobleme auch.
00:18:05: Also in der Zeit als Säger und Sammler haben wir ungefähr, war, bestand, achtzig Prozent der Nahrung bestand aus Pflanzen.
00:18:12: Also Pflanzen und Früchte.
00:18:14: Ähnlich wie auch unsere Früstenvorwaren, also die Affen, Regenwald und so weiter.
00:18:20: Das
00:18:20: ist, unser Körper ist auch auf das konditioniert per se.
00:18:22: Unser Körper ist, also das Patent haben wir darauf her.
00:18:27: Und das ist das Problem, dass wir, wir, wir wurden dann mit der Neolithisierung ungefähr zwölftausend Jahre vor heute, als wir quasi die aneignende Wirtschaftsweise aufgegeben haben und zu einer Produzierenden gekommen sind, also Bauern geworden sind.
00:18:45: Da haben wir das aufgegeben, haben am Anfang auch extrem auf das Getreide gesetzt.
00:18:50: und heute sehen wir, es gibt viele Menschen, die Probleme haben mit Getreide und es werden immer mehr und die Ärzte wundern sich, weil sie halt ... ob suboptimal ausgebildet sind, was das betrifft, dass das immer mehr werden, aber es sind zu wenige Generationen.
00:19:08: Zwölf tausend Jahre sind für mich vierhundert-achtzig Generationen, Generationsdauer, fünfundzwanzig Jahre, und in denen passiert wenig.
00:19:17: Wir müssen uns vorstellen, die Generationsdauer beim Menschen heute.
00:19:22: ... in Deutschland.
00:19:24: Ich habe jetzt Zahlen von Deutschland, ... ... von zwanzig, ... ... dreiundzwanzig oder vierundzwanzig, ... ... sind ... ... neunundzwanzig Jahre bei der Frau ... ... und dreiunddreißig Jahre bei Mann.
00:19:33: Das heißt, ... ... wir geben ja an unsere Kinder unser Genom weiter.
00:19:38: Und das kann sich nur verändern ... ... durch Mann, Frau ... ... alle ... ... neunundzwanzig oder dreiunddreißig Jahre.
00:19:46: Das heißt, in hundert Jahren ... ... eigentlich sind nur drei Generationen.
00:19:50: Wenn wir jetzt ein Bakterium nehmen, ... Das verändert sich alle zwanzig Stunden.
00:19:57: Und die haben uns vieles voraus.
00:19:59: Wir leben ja mit den Bakterien in der Co-Evolution.
00:20:03: Und deshalb ist es so, wir können die nicht ausrotten.
00:20:06: Der größte Teil von uns besteht aus Bakterien.
00:20:08: Wir brauchen die Bakterien, wir brauchen auch die Viren.
00:20:10: Wir wären gar nicht als Lebewesen da, wenn es keine Viren gäbe.
00:20:14: Es wird aber zu weit funden und es ist sehr kompliziert.
00:20:17: Aber das ist notwendig.
00:20:19: Wir dürfen jetzt nicht vergessen, Bakterien gibt es seit drei Milliarden Jahren.
00:20:23: Den Menschen gibt es seit drei Millionen Jahren.
00:20:24: Ja, ist gar nichts.
00:20:26: Das ist nichts.
00:20:28: Das sind zwölftausend Generationen.
00:20:30: Das ist schon mal nicht schlecht.
00:20:33: Aber jetzt, als wir Bauern geworden, das sind vierhundertachzig Generationen.
00:20:36: Und wenn wir die Industrialisierung nehmen und gehen von der Dauer von fünfundzwanzig Jahren aus, dann sind es gerade elf.
00:20:43: elf Generationen.
00:20:45: Jeder von uns kennt ja fast vier Generationen, wenn man die Urgroßmutter noch kennt.
00:20:49: Das sind ja vier Generationen, wenn man selbst Kinder hat.
00:20:51: Aber jetzt haben wir in so wenigen Generationen ja eigentlich so viel verpfuscht.
00:20:55: Können wir das jetzt in der Zukunft noch in Ordnung bringen?
00:20:58: Das macht ja gerade nicht viel Hoffnung.
00:20:59: Oder können wir jetzt Hoffnung
00:21:00: machen?
00:21:01: Die Hoffnung ist tatsächlich die, dass wir im Prinzip es jederzeit selbst in der Hand haben, unser Leben zu ändern.
00:21:12: Das heißt, es gibt zwar dieses epigenetische Gedächtnis, weshalb auch z.B.
00:21:20: Diäten nicht funktionieren.
00:21:22: Es gibt dann immer, wir machen eine Diät, es funktioniert, dann fallen wir in einen alten Trott und dann kommt dieser U-Rio-Effekt.
00:21:29: Und der wird gesteuert, das ist das epigenetische Gedächtnis, was tief in uns drin ist.
00:21:35: Und das können wir überlisten.
00:21:37: Wie?
00:21:37: Wir können es überlisten, indem wir unserem Körper eben nicht mehr das anbieten.
00:21:43: Dann brauchen wir auch kein Idiot mehr.
00:21:44: Wir bieten ihm an das, was wir jetzt hier bei uns am Lager gegessen haben.
00:21:48: Das heißt, wir erfüllen die Erforderung des alten Patentes.
00:21:51: Und das war achtzigzwanzig.
00:21:53: Achtzigzwanzig,
00:21:54: ja.
00:21:54: Achtzigzwanzig heißt einmal in der Woche Fleisch.
00:21:56: Aber wenn Sie jetzt zum Beispiel, nehmen wir, sagen wir zwischen fünf und zehn Punkte, was sollte jemand sofort umstellen, damit er sich wirklich gesund ernährt?
00:22:05: Ihres Erachtens nach.
00:22:07: Erstens, seitens, seitens, fünftens.
00:22:08: Also jetzt muss auch keine Wertung sein.
00:22:09: Ich möchte nur den... Ja,
00:22:10: ich bin jetzt mal ganz radikal.
00:22:11: Ich bin ganz radikal.
00:22:13: Und in Wien hat man auch die Möglichkeit, ich gehe auf den Wochenmarkt.
00:22:16: Ich gehe nicht mehr in den Supermarkt.
00:22:18: Nicht plastig verpackt, nicht lange?
00:22:19: Nicht
00:22:19: plastig verpackt, nichts.
00:22:20: Ich gehe auf den Wochenmarkt.
00:22:21: Auf dem Wochenmarkt kriege ich im Prinzip Gemüse.
00:22:25: Gemüse, was ich dort kaufe oder auch Obst, hat keine Etikette.
00:22:30: Weil ich sehe, was ich kaufe.
00:22:32: Warum gibt es Etiketten auf den Dosen?
00:22:35: Das ist Pflicht durch die EU oder andere festgelegt.
00:22:41: Und ich kann, auch als Leihhe, Ernährungsleihhe, kann ich festlegen, was ich esse.
00:22:51: Ich nehme ja so eine, meine digne Dose aus dem Regal und schaut, was da drauf steht.
00:22:56: Wenn das jetzt Tomaten beispielsweise sind und dann steht Tomaten, Wasser, Salz.
00:23:01: Dann kann ich das noch nehmen.
00:23:02: Es ist zwar dann immer noch das Problem mit der Konservierung.
00:23:08: Das ist das Einzige.
00:23:10: Das ist eine Sache mit der Konservierung.
00:23:12: Und das Zweite ist, dass das Metall natürlich auch nicht ganz frei ist von Juden und so weiter, die da abgegeben
00:23:19: sind.
00:23:19: Das heißt, der erste Rad wirkt gleich mal wirklich direkt beim Bauern kaufen?
00:23:22: ...
00:23:22: direkt beim Bauern kaufen.
00:23:23: Gibt es auch in Wien zum Beispiel die Möglichkeit, ... ... haben wir das, ... ... dass die nach Wien liefern, ... ... direkt diese Gemüsekisteln?
00:23:28: heißt das, ... ... wie wir da bekommen, okay?
00:23:30: Ja,
00:23:30: ja.
00:23:31: Wir gleich einmal das ... ... und kein verpacktes Zeug.
00:23:33: dann
00:23:33: nämlich.
00:23:33: Ein verpacktes Zeug.
00:23:34: Ja.
00:23:35: Das Problem bei Bio, grundsätzlich, ... ... was ich kaufe an Obst und Gemüse ist, ... ... dass ... ... dass ich auch da aufpassen muss.
00:23:44: Okay, weil?
00:23:44: Also aufpassen heißt.
00:23:46: Es kommt aus dem Boden, ... ... der Boden ist vorhin verseucht.
00:23:49: Ist verseucht.
00:23:50: Ja.
00:23:51: Der ist durch Jauche durch alles Mögliche.
00:23:53: Das heißt, ich muss immer gründlich waschen.
00:23:58: Wie wascht man gründlich?
00:24:00: Muss man da einfach nur mit Wasser?
00:24:02: oder manche empfehlen, dass man, weiß ich nicht, mit Essig oder mit Natron
00:24:06: oder so
00:24:06: was?
00:24:06: Nein, nein,
00:24:07: nein.
00:24:08: Es reicht, es reicht.
00:24:09: Zum Beispiel auch, was viele nicht wissen.
00:24:12: Ich esse... ... alle Grundnahrungsmittel gerne, ... ... sowohl Kartoffeln, Reis und auch Pasta.
00:24:18: Und beim Reis ist es so extrem wichtig, ... ... dass wir jetzt auch so einen Ratschlag, ... ... an den ich an Studenten weitergebe, ... ... das Reis immer gewaschen werden muss, ... ... weil Arsene drin ist, ... ... durch die Böden.
00:24:30: Das heißt, man gibt den Reis, ...
00:24:32: ...
00:24:33: den man halt fertigstellen will, ... ... den gibt man in einen Sieb, ... ... wäscht das gründlich ... ... und dann kann man ihn kochen.
00:24:40: Da
00:24:40: hat man ja auch immer dann noch, ... ... das ist ja ein bisschen so eine Trübeflüssigkeit, ... ... die ist dann irgendwann mal
00:24:44: weg.
00:24:44: Genau.
00:24:44: Und das Gleiche gilt für alle Hülsenfrüchte.
00:24:46: Auch extrem wichtig ... ... wegen der Ballaststoffe.
00:24:49: Alle Hülsenfrüchte ... ... kann man nur empfehlen, ... ... wie kann man so toll mit Gemüse zusammen, ... ... also ich koche ganz viel oft Gemüse ... ... und die, die ... ... meine Degen ... ... linsen extra ... ... und dann kippe ich das zusammen ... ... und dann, es schmeckt wunderbar.
00:25:02: Was wäre noch so ein Tipp, wenn wir gleich beim Trinken vielleicht sind?
00:25:06: Was, was sollten wir eigentlich trinken?
00:25:08: Ich sehe da in der Früh immer alle mit irgendwelchen Flaschen, mit irgendwelchen Limus und so.
00:25:12: Möchtest du keine Namen nennen?
00:25:13: Ja, das sollte, sollte man eigentlich, es wird, es ist immerhin schon so, dass die teilweise die Regierung reagiert haben.
00:25:25: England zum Beispiel hat eine Zuckersteuere eingeführt.
00:25:27: Und es ist tatsächlich so nach zwei Jahren schon Revue.
00:25:32: Zeit ist Fortschritte.
00:25:34: Also die ersten Zahlen, die neu kommen über Diabetes, die zeigen, dass das, was die Regierung in England quasi verordnet hat, Früchte trägt.
00:25:46: Also Zuckersteuer wäre wichtig.
00:25:48: Es wird diskutiert.
00:25:49: In Deutschland auch.
00:25:50: In Österreich bin ich nicht ganz so schlau darüber.
00:25:53: Wäre wichtig.
00:25:55: Weniger Zucker.
00:25:57: Wir haben im Vorgespräch schon kurz erwähnt Bier trinken.
00:26:00: Ich habe bisher ganz gerne ein alkoholfreies Bier getrunken, gerade so im Sommer, wenn es warm ist.
00:26:07: Und bin jetzt komplett davon abgekommen, weil einfach viel zu viel Zucker drin ist.
00:26:10: Was mein normalen Bier in dem Umfang nicht hat.
00:26:15: Also wir müssen wirklich, wir können alle lesen.
00:26:19: Und man muss wirklich bei den Dingen und da ist auch ein Etikett drauf auf der Bierflasche und man muss einfach schauen, was tue ich.
00:26:26: Das heißt Fleisch auf jeden Fall kreuzieren, so wie früher, einmal die Woche kreuzieren.
00:26:32: Lieber helles Fleisch als rotes Fleisch.
00:26:34: Helles statt rotes.
00:26:34: Ja, helles statt rotes.
00:26:35: Ist eigentlich
00:26:36: das Wild das beste Fleisch für den Menschen?
00:26:40: Wild hat wenig Fett.
00:26:42: Insofern ist es gut für den Menschen.
00:26:44: Früher war es eher nachteilig.
00:26:46: Hätten die früher so die fetten Schweine gehabt, hätten sie keinen Hunger geläten.
00:26:51: Es gab eh nicht so viel Wild.
00:26:53: Die Jagd war immer reglementiert.
00:26:55: Also, die Jagd war ja eher etwas für den Adel.
00:27:00: Aber Wildfleisch ist sehr mager.
00:27:02: Das
00:27:02: Problem ist nur beim Wildschwein, bei Tieren, die draußen leben, dass sie häufig durch Umweltgift halt, also Tschernobyl und so weiter, das merkt, hat man beim Wild gemerkt, radikal.
00:27:17: Noch immer?
00:27:18: Noch immer.
00:27:19: Und ich weiß, dass die Jäger berichten, ... von aus Deutschland, ... ... unsere Grenze zu Tschechien, ... ... da gibt es sehr viel Schwerindustrie, ... ... und da werden sozusagen die Dämpfe, ... ... die dort in der Schwerindustrie, ... ... die wir dann quasi nach Deutschland ... ... rübergeweht in den Westen, ... ... und das ... ... kommt dann irgendwo im Gras an, ... ... das wird dann gefressen, ... ... da ist zum Beispiel Flur drin, ja.
00:27:46: Flur ist in geringen Losen sehr gut für uns, ... ... es gibt ja auch Trinkwasserflurydierung, ... ... das härtet auch die Zähne.
00:27:54: Aber für die Tiere ist es zu viel Flur, die fressen das, ihnen brechen die Zähne ab.
00:27:58: und selbst die Jungtiere, die können sich dann nicht mehr ernähren, weil ihre Zähne abgebrochen sind und die verenden dann.
00:28:07: Also es ist, ja, man muss immer... Die Dinge, was Ernährung betrifft, man muss sie immer von mir anseiten betrachten.
00:28:14: Wenn
00:28:14: Sie sagen helles Fleisch, das ist Hühnchen.
00:28:16: Hühnchen.
00:28:17: Druthan
00:28:18: oder so.
00:28:18: Druthan.
00:28:19: Ja, solche.
00:28:20: Aber natürlich auch nicht aus Mastier-Züchten.
00:28:22: Natürlich.
00:28:22: Sondern auch wieder.
00:28:23: Ja, ja.
00:28:24: Dann eher so die Mittagqualität.
00:28:26: Ich muss halt mehr Geld ausgeben.
00:28:29: Aber andererseits spare ich halt auch Geld.
00:28:31: Es
00:28:31: geht mir besser, es geht mir persönlich besser.
00:28:34: Vielleicht auch ganz kurz dazu eine Geschichte.
00:28:40: Die Situation ist inzwischen so, dass die Bio-Nahrung sehr teuer geworden ist.
00:28:48: Also ich habe den Vergleich jetzt Deutschland-Österreich.
00:28:50: Österreich ist deutlich teurer.
00:28:53: Ich zahle in Deutschland für ein Fünfhundert Gramm Joghurt, zahle ich zwei Euro.
00:28:57: In Österreich zahle ich fünf bis sechs.
00:28:59: Und das ist dann schon das Dreifache.
00:29:02: Und Obst und Gemüse sind auch sehr teuer geworden.
00:29:06: Die wenigsten Menschen haben noch die Möglichkeit einen Garten zu haben.
00:29:10: Da muss ich dann wirklich schauen, dass ich vielleicht Kontakte zu Bauern knüpfe, aufs Land fahre und mich dort bediene.
00:29:18: Weil eben Handel landen die Äpfel, wo jeder gleich aussieht.
00:29:23: Und beim Bauern bekommt man Äpfel, die gehen gar nicht auf den Markt, weil die halt manchmal Wurmstürchig sind und so weiter, aber es sind ... ... in der Qualität her sind sie auf jeden Fall besser.
00:29:33: Deshalb sollte man sich gut überlegen, ... ... ob ich etwas kaufe, ... ... was wunderschön aussieht, ... ... aber was uns nicht so gut tut ... ... und oft auch aus dem Ausland kommt ... ... über viele Kilometer ... ... oder mir kann niemand erzählen, ... ... wenn Himbeern, ... ... die irgendwo aus ... Brasilien kommen oder irgendein anderes südamerikanisches Land und die hierher kommen und die dann aussehen, wie gemalt, dass da nichts drin ist.
00:30:00: Also die werden irgendwie so schockgefrostet oder irgendwie, man blickt nicht so wirklich durch, was die Industrie da alles macht.
00:30:07: Und es sieht nur manchmal sehr eigenartig aus, wie wenn man da so den Behälter öffnet.
00:30:14: Ich bin mir nicht sicher, ich habe mich auch noch nicht mit allem beschäftigt.
00:30:18: Aber ich traue der Sache nicht.
00:30:19: Also dann lieber halt wirklich aufs Land gehen und ja, Obst und Gemüse dort holen.
00:30:24: Wollen wir uns das Thema Fisch noch kürzer anschauen?
00:30:26: Ja.
00:30:27: Welchen Fisch darf ich überhaupt noch essen?
00:30:29: Wir wissen, die Meere sind verschmutzt mit Plastik.
00:30:33: Soll ich darf, ich kann nicht.
00:30:33: Und Fisch ist wichtig.
00:30:35: Also es
00:30:35: ist ganz schwierig.
00:30:36: Ich würde persönlich so Fisch aus der Ostsee, die wirklich sehr klein ist und wo Putin so seine... Riesentanker, der auch unterwegs hat, da würde ich ungern Fisch kaufen.
00:30:52: Ich war selbst mal in Urlaub in Dänemark, habe mal versucht, da Fisch irgendwie zu kaufen.
00:30:56: Da wird gar nicht so viel gegessen, direkt vor Ort.
00:31:00: Es ist sehr schwierig.
00:31:01: Ich habe gefragt, wo.
00:31:03: Kann man hier Fisch kaufen?
00:31:04: Ja, irgendwo nur am Hafen.
00:31:07: Ich habe mich gewundert, warum so wenig Fisch da gegessen wird.
00:31:10: Aber vermutlich liegt es auch daran, dass man ...
00:31:16: Weißt du, dass die Belastungen zu groß sind?
00:31:18: Dass die Belastungen einfach so sind, dass man besser nichts zu
00:31:22: greift.
00:31:23: Und was mehr kann man dann noch Fisch kaufen?
00:31:25: Ja, ich würde ... Es muss ja gekennzeichnet sein, wo der Fisch herkommt.
00:31:30: Also aus dem Eismeer, aus der Arktis kann man wunderbar Fisch kaufen und der ist jetzt nicht besonders teuer.
00:31:39: Also ich esse sehr gerne Fisch, den ich mir selbst zubereite und den kaufe ich gefroren.
00:31:45: Da wird auf dem Schiff quasi schon gefrostet und da ist man irgendwie auf einer guten Seite.
00:31:51: Was ist mit dem heimischen Fischen?
00:31:54: Ich bin nicht so der Freund von Flussfig.
00:31:56: Ich weiß, in Österreich wird sehr viel gegessen.
00:31:58: Ja, warum?
00:32:00: Weiß nicht, schmeckt es oder ist nicht gesund?
00:32:02: Ja, also alles, was so gründelt irgendwie am Boden.
00:32:05: Die Donau sieht zwar nicht so schlecht aus, aber die Wasserqualität ist sicher nicht so gut wie vor hundert Jahren.
00:32:12: Gut
00:32:12: gibt aber auch Gebirgspeche in Österreich.
00:32:13: Gebirgspeche
00:32:14: sind auf jeden Fall besser.
00:32:15: Ich weiß jetzt auch, dass in Österreich Krabben gezüchtet werden, im Bergsehen.
00:32:21: Die habe ich auch schon gegessen hier und die war eigentlich begeistert.
00:32:24: Ich merke eigentlich nicht viel anders als das, was aus dem Meer kommt.
00:32:30: Wenn man jetzt diese Ernährung wirklich umstellt, sagen wir, wir ernähren uns jetzt so, wie es eigentlich für unseren Körper perfekt ist.
00:32:39: Was habe ich dann eigentlich davon?
00:32:40: Was verändert sich?
00:32:43: Es verändert sich einfach mein gesamtes Wohlbefinden.
00:32:46: Also ich fühle mich einfach besser.
00:32:48: Ich bin leistungsfähiger.
00:32:50: Ich hab weniger Allergien, Intoleranzen und so weiter.
00:32:56: Also ich bin beispielsweise laktoseintolerant.
00:33:00: Das heißt, ich muss entweder Tabletten nehmen oder ich muss es sein lassen mit der Milch.
00:33:11: Und wenn ich meine Vorträge halte, Milch ist für mich kein natürliches Nahrungsmittel.
00:33:18: Es zählt nicht dazu.
00:33:20: Milch ist zwar ein Proteinlieferant.
00:33:23: Er war auch wichtig in früheren Zeiten, als man nicht so viele Möglichkeiten hatte mit der Ernährung.
00:33:28: Aber Milch ist kein natürliches Nahrungsmittel.
00:33:30: Dass wir heute Milch überhaupt und die ganzen Folgeprodukte essen, hängt damit zusammen, dass wir Tiere domestiziert haben.
00:33:39: Das war von der Evolution nicht vorgesehen.
00:33:42: Das heißt, es ist etwas kulturell geschaffen, das.
00:33:46: Es ist nicht Kultur.
00:33:47: Milch ist ein kulturelles Produkt.
00:33:50: Kein Naturprodukt.
00:33:52: Kinder verlieren die Fähigkeit, Laktose zu verdauen, wenn sie abgestellt sind.
00:34:01: Jetzt haben aber, sagen wir mal im Zuge der Neolithisierung, als wir dann anfingen, Tiere zu domestizieren, haben einige sehr viel experimentiert.
00:34:12: Die haben einen kleinen Mengen eben dann auch Milch getrunken und haben sich an diese Milch adaptiert.
00:34:18: Und Milch wird vor allem auf der Nordhalbkugel getrunken, also in den skandinavischen Ländern, in England, in Irland.
00:34:29: Meine Frau hat eine ehrige Großmutter und die kann litterweise Milch trinken.
00:34:34: Also ich ekel mich vor Milch, also ich kann die Milch nicht trinken.
00:34:38: Und je weiter man nach Süden kommt, nach Italien, nach Spanien und so weiter, je weniger wird Milch vertragen.
00:34:47: Populationen, die selber Tiere züchten, die vertragen Milch besser.
00:34:52: Also es gibt einige Regionen der Welt, in Afrika, in Asien und so weiter, da wird es besser vertragen.
00:35:00: So ähnlich wie mit dem Alkohol.
00:35:01: In Asien wird kein Alkohol.
00:35:03: Da fehlen halt die Enzyme, den Alkohol zu schmalen.
00:35:08: Man spricht in diesem Zusammenhang auch immer über das Mikrobiom.
00:35:11: Ja.
00:35:12: Und kann sein eines der Hauptthemen unserer Zeit.
00:35:16: Wie sehen Sie das?
00:35:18: Ich habe vorhin schon mal kurz angedeutet, dass wir eine Koalition mit den Bakterien haben und diese Koevolution reicht für die Bakterien drei Milliarden Jahre zurück.
00:35:30: Und wir entwickelten uns vor, also Homo, der Mensch, vor ungefähr drei Millionen Jahren.
00:35:38: Und wir haben uns dann ... sehr gut arrangiert mit den Batilen, die wir über die Narren bezogen haben und die auch wichtig sind, dass wir gesund leben.
00:35:54: Die Menschen sind auch früher nicht an Zivilisationskrankheiten gestorben.
00:35:57: Die haben wir.
00:35:57: Zivilisationskrankheiten haben wir, nachdem wir anfingen, unsere Nahrung halt einfach zu bearbeiten.
00:36:05: Indem wir beispielsweise getreitig schroten oder feinmehl und damit niedermolekulare Kohlhydrate produzieren und die nicht gut für uns sind.
00:36:16: Dann fehlen einfach diese Ballaststoffe, die wir brauchen.
00:36:20: Das ist ein Riesenproblem.
00:36:21: Und als wir noch als Jäger und Sammler gelebt haben, da hatten wir genügend Ballaststoffe.
00:36:29: Die Ballaststoffe gehen quasi auch durch den Dünndarm hindurch.
00:36:32: Im Dünndarm wird fast alles reserviert bis auf die Ballaststoffe.
00:36:36: Die gehen dann in den Diktarm und werden dann im Diktarm.
00:36:40: Wenn die entsprechenden Bakterien da sind, werden sie dort verdaut.
00:36:44: Und die sind wichtig für uns, dass wir uns wohlfühlen.
00:36:47: Wenn das nicht der Fall ist, dann erkranken wir irgendwann, kriegen vielleicht auch Diktarmkrebs und so weiter.
00:36:53: Und das hängt aber alles zusammen.
00:36:55: Also, dass unser Darm so ist, wie er ist, hängt mit dem zusammen, wie unsere Baupläne sind.
00:37:02: Und ein Hund hat einen ganz, ganz kurzen Daumen.
00:37:04: Warum?
00:37:05: Weil er in der Natur nur Fleisch frisst oder mehr oder weniger.
00:37:12: Und was er natürlich auch frisst, also ich habe selbst immer Hunde gehabt, die haben die Fressen auch Gras.
00:37:21: Das machen sie schon.
00:37:23: Und wenn sie jetzt zum Beispiel Wild schlagen, ein Löwe, der frisst auch den Mageninhalt, weil dort es ist, ist ein Check.
00:37:31: Graser, die gefressen werden.
00:37:34: Und dieses Grundzeug ist halt wichtig.
00:37:36: Das bedeutet ja eigentlich, dass wir durch die Veränderungen, die wir als Menschen getroffen haben, in unserer Ernährung eigentlich diese Koexistenz gefährden.
00:37:45: Ja, wir waren früher in der Au-Biose, was das Mikrobiom angeht, und jetzt sind wir in einer Disbiose.
00:37:51: Fast jeder von uns.
00:37:53: Mal mehr oder weniger, je nachdem, wie wir uns gerade ernähren können.
00:37:56: Wenn man unterwegs ist, ist es halt schwierig.
00:38:01: Jetzt, ich war gerade zwei Wochen in Frankreich und da ich mich morgens von Müsli ernähre, Obst und so weiter und nüssen, war es im Hotel oft ganz schwierig, daran zu kommen.
00:38:12: Es gab nur Müsli, was mit viel Zucker und so weiter, normal ist nämlich nur Müsli zuckerfrei.
00:38:19: Also das ist manchmal eben schwierig.
00:38:21: und wenn ich dann aber zurückkomme und wieder in meinen alten Trottfalle, dass, ja, wir leben halt ... Ich kann die Nahrungsmittel ja nicht ununterbrochen mit mir schleppen.
00:38:33: Wir sind alle sehr mobil, ja.
00:38:35: Und da müssen wir uns halt manchmal anpassen.
00:38:38: Aber ich habe jederzeit in meinem Leben die Möglichkeit, weil wir das auch schon kurz dematisiert haben, eben das Ganze auszutricksen.
00:38:51: Und eben über die gesunde Nahrung und vor allem auch Bewegung dann quasi zurückzufallen in einen Zustand, der optimal für uns ist.
00:39:06: Das heißt, das für das Mikrobiom ist im Prinzip diese belaststoffreiche Ernährung.
00:39:12: Und das wird halt von der Industrie.
00:39:14: Belaststoffe werden quasi entfernt.
00:39:16: Warum?
00:39:17: Und für deine Theorie?
00:39:21: Ich glaube, es ist einfacher.
00:39:24: Es könnte auch mit dem Geschmack zusammenhängen.
00:39:26: Ich kann leichter experimentieren, weil da überall Zusätze drin sind.
00:39:32: Aber es wäre zum Beispiel so eine Ballaststoff-Reichernährung.
00:39:34: Wie können wir das gleich einmal umstellen?
00:39:37: Indem ich einfach mich auf dem Markt bediene und nichts... Gemüse essen und das Obst, was ich esse, halt mit Schale und so weiter.
00:39:47: Ich muss das Obst grundsätzlich waschen, aber Äpfel, Beeren und so weiter, alles mit Schale.
00:39:53: Und wo sind noch Ballaststoffe drin, dann außer in Obst und Gemüse?
00:39:56: Das kann ich da noch.
00:39:57: Ja, überwiegend dort.
00:39:59: Aber in Linsen auch, oder ist das...
00:40:01: Ja, ja, ja, klar.
00:40:02: Die haben ja Schalflüchte
00:40:03: und alle...
00:40:04: Mit Hülsenfrüchten, mit Hülsenfrüchten, das ist ja... Also alle Gartengemüse.
00:40:09: Alle Gartengemüse.
00:40:14: Wie, wenn Sie das an der DPU unterrichten, wie reagieren eigentlich die Studierenden auf das Thema?
00:40:19: Also unsere Studierenden reagieren sehr positiv.
00:40:24: Ich muss allerdings sagen, dass sie auch entweder von zu Hause oder halt auch von der Schule jetzt schon, das sind sehr junge Menschen in der Regel, die sind ja oft erst achtzehn, zwanzig.
00:40:36: Und ich sehe es auch wie, was sie essen.
00:40:41: Nachmittags viele kochen.
00:40:43: und bringen das Essen mit.
00:40:45: Also wirklich, die kommen mit ihren Glasbehältern sitzen dort und haben ihre Löffel dabei und so weiter.
00:40:51: Finde ich sehr, sehr positiv.
00:40:53: Es gibt natürlich auch bei uns einmal in der Woche so ein Foodtruck, der kommt.
00:40:59: Ich habe da eins, zwei mal gegessen, aber das ist nicht meine Kragenweite.
00:41:05: Es ist eben dort schon hochprozessiert.
00:41:10: Nahrung, die ich bekomme, weil ich weiß nicht, wie sie hergestellt ist, wo das Fleisch herkommt und so weiter.
00:41:17: Am besten ist es immer, wenn man das Tier kennt, was man ist, auf dem Teller hat.
00:41:24: Es lade heute nicht mehr möglich.
00:41:26: Früher war das so, wir hatten auch Hühner zu Hause.
00:41:29: Es hat immer wehgetan, wenn er nun weniger war.
00:41:34: Oder Kaninchen oder so etwas, aber es kommt aus dem eigenen Stall irgendwie.
00:41:39: Wenn ich jetzt vielleicht noch zum Abschluss, weil jetzt haben wir viele über diese Lebensmittel was gut zu sehen, das Hund, das man kennt und so und das kennen wir ja nicht mehr, aber gibt es irgendwo etwas, wo ich mich informieren kann darüber, wo Lebensmittel herkommen?
00:41:53: oder wie kann ich mich über eine schnelle Art und Weise über ein Lebensmittel informieren?
00:41:57: Also die schnellste Art... ... sich über ein Lebensmittel ... ... zu informieren ist über den ... ... sozusagen ... ... den By-Pack-Zettel.
00:42:05: Also quasi das Etikett ... ... auf den Lebensmittel, die ich kaufe.
00:42:09: Ich habe das natürlich nicht.
00:42:10: Ich muss den Bauern, bei dem ich kaufe, ... ... auf dem Markt, den muss ich vertrauen.
00:42:14: Ich kann den ja auch mal besuchen, ... ... weil es wird natürlich ... ... auch dort Chemie eingesetzt, ... ... aber wenn ich auf Höfen kaufe ... ... und das kann ich dort auch im Internet erfahren, ... ... wie diese Höfe geführt sind ... ... und wir haben heute alle Möglichkeiten, ... ... uns über das Internet zu informieren, ... ... dann kann ich mir sozusagen den Bauern aussuchen, ... ... bei dem ich gerne kaufe.
00:42:44: Und ich weiß zum Beispiel, ... ... wenn ein Weinbauer ... ... quasi umstellt auf Bio-Weine, ... dann muss er quasi fünf Jahre lang, kann er den Wein noch nicht als Bio-Wein.
00:43:01: Das muss eben langsam umgestellt werden.
00:43:04: Und ich denke, Produzenten, die viele Jahre hinter sich haben, so Demeter, Höfe und so weiter, da kann ich schon großes Vertrauen haben.
00:43:15: Die hätten auch einiges zu verlieren, wenn da rauskommt so etwas wie Wein, Fuscherei oder so, was immer wieder mal aufgetreten ist.
00:43:25: Aber wir haben schon lange nichts mehr gehört.
00:43:26: Ich glaube, es war in den Achtzigerjahren, neunzigerjahren, was schlimmer, als es jetzt ist.
00:43:30: Also jeder passt schon irgendwie auf.
00:43:32: Aber ansonsten, diejenigen, die darauf angewiesen sind, weil sie auch nicht so viel Geld haben, sich Nahrung im Supermarkt zu kaufen, die haben die Möglichkeit.
00:43:42: Es sollte möglichst wenig auf dem By-Pack-Zettel stehen, also auf dem Etikett stehen.
00:43:48: Es sollte das Produkt drin sein, was ich da kaufe, Boden, Linsen, sonst was und sonst wenig mehr.
00:43:54: Sobald dann irgendetwas mit chemischen Formeln und so weiter auftaucht, dann sollte ich lieber die Finger weglassen und sollte das Ganze dann auf dem Markt kaufen.
00:44:02: Da das dann eine finanzielle Frage ist, vielleicht ganz zum Schluss, die gesunde Nahrungsmittel sind in Amerika besonders teuer.
00:44:15: Und da hat jetzt die Rockefeller Foundation, die hat reagiert und lässt jetzt die Sponsorters mit vielen Millionen und lässt jetzt Ärzte quasi gesunde Ernährung auf Rezept verschreiben für Leute, die sich das nicht leisten können.
00:44:32: Toll.
00:44:32: Ja, das war sehr überraschend, das irgendwie zu lesen.
00:44:36: Was wären eigentlich jetzt ganz zum Abschluss noch?
00:44:39: fünf Lebensmittel, die sie sofort streichen würden, die sie aber immer bei Menschen sehen, die sie haben.
00:44:47: Ja, diese Wurst, die man kauft, die ist hochprozessiert, man weiß nicht, was drin ist.
00:44:52: Also beim Schinken wäre ich schon vorsichtig.
00:44:54: Also wenn ich Wurst esse, würde ich eher Schinken essen, weil das sieht man auch, da ist nichts drin.
00:44:59: Das ist nur der Schinken, der ist dann Geräuschheit oder sonst wie.
00:45:02: Also das könnte man lassen.
00:45:05: Also... Also Wurst würde ich streichen.
00:45:09: Ich würde nichts mehr in Dosen kaufen, wenn schon dann im Glas eher.
00:45:13: Also
00:45:13: auch ein bisschen Plastikflaschen?
00:45:15: Plastikflaschen wäre etwas.
00:45:19: Und dann würde ich auch versuchen, nach den Jahreszeiten zu leben.
00:45:24: Also was die...
00:45:26: Also keine Himbeeren?
00:45:27: Ja, was Gemüse und so weiter.
00:45:29: Genau, weil da weiß ich ganz genau, dass die nicht aus der Nähe kommen.
00:45:33: Das geht nicht
00:45:33: aus, schmeckt auch noch nicht.
00:45:35: Genau, und dann sollten wir noch lassen.
00:45:42: Ich drehe das jetzt gerade mal um.
00:45:44: Ich würde sagen, wenn wir verbieten, haben wir ein Riesenproblem.
00:45:48: Das hat man früher gemacht.
00:45:50: Man hat so diese Ernährungspyramide, und da war immer unten, was ich alles essen darf, und oben war das, was ich nicht essen darf.
00:45:57: Inzwischen ist es so, bei der Pyramide oben ist Schokolade, Bonbons und so weiter, die sind oben, aber sie sind nicht mehr verboten.
00:46:04: Sie sind nur reduziert.
00:46:06: Das heißt, ich muss mich in den Dingen, die mir früher ganz verboten waren oder wo man die mir nicht gut tun, muss ich mich einschränken.
00:46:15: Ich würde es eher so sehen.
00:46:17: Wir erreichen dann mehr, als wenn wir etwas verbieten.
00:46:20: Lieber Prof.
00:46:20: Halt, vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren.
00:46:23: Vielen Dank.
00:46:24: Gerne.
00:46:25: Und Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, danke, ich würde es dabei sein und freue mich auf Sie beim nächsten DPU-Podcast.
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